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Wie Kritik zu Kunst wird

Kurt Schwitters' Strategien der produktiven Rezeption


Personen

Projektleiterinnen:

Prof. Dr. Ursula Kocher (Allgemeine Literaturwissenschaft, Bergische Universität Wuppertal)

Dr. Isabel Schulz (Kurt und Ernst Schwitters Stiftung, Sprengel Museum Hannover)

Mitarbeiterinnen:

Julia Nantke, M.A.
Antje Wulff, M.A.


Kontakt

Forschungsstelle Kurt Schwitters
Bergische Universität Wuppertal
Wicküler Park
Bendahler Straße 29
42285 Wuppertal

Büro: Raum 3.14
Tel.: (0202) 439 4747

 


Finanzierung

Förderprogramm PRO* Niedersachsen

Laufzeit: Juli 2010 – Juli 2013

 


Gegenstand

Ziel des Projekts „Wie Kritik zu Kunst wird – Kurt Schwitters' Strategien der produktiven Rezeption“ war die Erschließung und Publikation bisher unveröffentlichter Materialien aus dem Nachlass des Künstlers. Die Materialien – Sammelkladden und ein Gästebuch von Schwitters – sind in ihrer Hybridform zwischen Kunst- und Gebrauchsgegenstand in besonderer Weise geeignet die Position des Hannoverschen Künstlers Kurt Schwitters (1887–1948) im Netzwerk personeller Beziehungen, inhaltlicher Auseinandersetzungen und organisatorischer Gegebenheiten der niedersächsischen Kunstszene (und darüber hinaus) am Anfang der 1920er Jahre sichtbar zu machen. Anhand der editorischen Aufbereitung und wissenschaftlichen Kommentierung der Materialien wurden der strategische Umgang Schwitters’ mit seinem künstlerischen und kritischen Umfeld, seine Provokation und produktive Rezeption von Kritik, das heißt sein Nutzbarmachen dieses Netzwerks für seine eigene künstlerische Produktion offen gelegt.

Im Rahmen des Projekts wurde hierfür umfangreiches unveröffentlichtes und wissenschaftlich noch nicht bearbeitetes Material aus dem Kurt Schwitters Archiv im Sprengel Museum Hannover erforscht, das als Grundlage für Schwitters’ Positionierung im zeitgenössischen Kunstdiskurs und Ausgangspunkt für die Untersuchung seiner produktiven Rezeption diente. Es gibt Auskunft über die Breite und Vielschichtigkeit der von Schwitters wahrgenommenen und gesammelten Reaktionen auf seine Kunst und belegt seine intensive Auseinandersetzung mit seinem kulturellen Umfeld aus befreundeten Künstlern, Vertretern des Kunstbetriebs wie Verlegern und Galeristen, professionellen Kritikern, aber auch kunstinteressierten Laien.

Diesem erweiterten Materialstand Rechnung tragend, hat das Projekt neue, aktuelle Forschungsergebnisse in Bezug auf den künstlerischen Schaffensprozess Schwitters’ geliefert, die Anknüpfungspunkte für darauf aufbauende Forschungsinitiativen bieten sollen.

Im Rahmen des Projekts wurde anhand des Materials ein Verfahren zur adäquaten Dokumentation der Forschung in einer Edition erarbeitet. Diese Form der Präsentation der Forschungsergebnisse dient ihrer Nachvollziehbarkeit und ist den speziellen Anforderungen des vorliegenden Materials geschuldet.

Erste Ergebnisse wurden am 18.-19.03.2011 auf der von der Bergischen Universität Wuppertal, der Leibniz Universität Hannover und dem Sprengel Museum Hannover in Kooperation mit der Kurt und Ernst Schwitters Stiftung veranstalteten internationalen Tagung "Transgression und Intermedialität. Die Texte von Kurt Schwitters" öffentlich vorgestellt. Der Tagungsband ist bei Aisthesis erschienen.

Die Ergebnisse des Forschungsprojekts sollen sowohl in Buchform als auch digital zugänglich gemacht werden. Bereits erschienen ist Anfang 2014 die Printversion als Kurt Schwitters: Alle Texte, Bd. 3: Die Sammelkladden 1919–1923 bei De Gruyter. Die digitale Veröffentlichung ist in Planung.